erlkoenig

                                                                   (In vielen Nachdichtungen)        

                                                                                                  

 

Hinweis:

Mein Sammlung entstand nur aus Spaß an der Freud.
Quellenhinweise sind soweit wie möglich angegeben. Wo diese fehlen, bedeutet es nicht, daß die betreffende Nachdichtung frei ist.
Für Hinweise auf fehlende Quellen sowie auf weitere Nachdichtungen bin ich dankbar. Auch weitere fremdsprachliche Versionen sind willkommen.

Register:

Der Erlkönig (Goethes Original)              
Der "Anwalts"-Erlkönig
Der Ballabend
B
ierdosen-Erlkönig
Der "Biker"-Erlkönig       [Biker 1]
Der Erlkönig von Gasgeber  [Biker 2]
Daten-Erlkönig             [EDV 1]
Erlkönig in der Informatik [EDV 2]
Der Erlkönig               [EDV 3]
Erlkönig für Computerfreaks[EDV 4]
Der "Eisenbahner"- Erlkönig
Der Erlkönig"              [Englisch 1]
Der Erlkönig               [Englisch 2]
Lost son                   [Englisch 3]
Der Erldecker [ShadowRun]
Auch ein Erlkönig          [erotisch]
Der fliegende Erlkönig
F
ußball-Erlkönig           [Fußball 1]
Der Erlkönig für Fußballer [Fußball 2]
Der Erlkönig als Geograph
Figlio perduto             [Italienisch]
Der König Erl
Der Erlkönig in weiß       [Krankenwagen]
Der Erlkönig               [Kuhhandel]
Der Erlkönig               [Kurzfassung 1] 
Der Erlkönig               [Kurzfassung 2]
L
iteraturballade
N
ebel-Erlkönig
Der Erlkönig als Oma
P
fauenkönig
Plattdeutscher Erlkönig
Erlkönig 2002              [Rinderwahn]
Sch
wäbischer Erlkönig  
Dr Erlgeenich              [sächsisch]
Der Earl King              [Sprach-verenglischigung]
"Stinkiger" Erlkönig       [stinkig 1]
"Stinkiger" Erlkönig       [stinkig 2]
Der Tazelwurm
Der Torschützenkönig       [Torschütze 1]
Der Torschützenkönig       [Torschütze 2]
Der Erlkönig               [unplugged] 
Der Erlkönig               [Verkauf-Erlkönig]
"Erlkönig"                 [Verkehr]
Der Erlkönig               [Vierziger Jahre]
Zur Wiedervereinigung

 

Am Ende dieser Sammlung findet sich - im grünen Bereich- eine Aufstellung von Vertonungen des Erlkönigs!

 

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Der Erlkönig [Das Original]

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlkönig mit Kron und Schweif? -
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. -

"Du liebes Kind, komm geh mit mir!
gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
manch bunte Blumen sind an dem Strand,
meine Mutter hat manch gülden Gewand."

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
was Erlenkönig mir leise verspricht? -
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
in dürren Blättern säuselt der Wind. -

"Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
meine Töchter führen den nächtlichen Reihn,
und wiegen und tanzen und singen dich ein."

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düsteren Ort? -
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
es scheinen die alten Weiden so grau. -

"Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt."
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! -

Dem Vater grausets, er reitet geschwind,
er hält in den Armen das ächzende Kind,
erreicht den Hof mit Müh und Not;
in seinen Armen das Kind war tot.

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Der "Anwalts"-Erlkönig

Wer schreitet so stolz im schwarzen Gewand?
Es ist der Anwalt - und sein Mandant;
Er hat die Akte wohl im Arm,
Er ist sich sicher, der Beklagte wird warm.

Mandant, was birgst du so bang dein Gesicht? -
Siehst Anwalt, du die Richter denn nicht?
Die Richter mit Robe und Schleif'? -
Lieber Mandant, die prozessieren wir weich. -

Du böser Kläger, komm, her zu mir!
Gar üble Erfolgsaussichten mach ich dir;
Wir haben Dein Glück in der Hand,
Tönt es aus schwarzem Gewand.

Mein Anwalt, mein Anwalt, und hörest du nicht,
Was die Kammer mir lauthals verspricht? -
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Mandant;
Die Kammer rede ich an die Wand. -

Willst Kläger, ohne Kohle nach Hause gehn?
drauf verzichten auf Nimmerwiedersehen;
Der Anwalt findets böse und gemein
Die Kammer schießt sich erst richtig ein.

Mein Anwalt, mein Anwalt, und siehst du nicht dort
den Rechtsschutz, die Kammer, keiner glaubt mir ein Wort? -
Mein Mandant, mein Mandant, ich seh es genau:
der Rechtsstreit geht baden, sei schlau! -

Kläger ich warne dich, mich reizt deine gierige Gestalt;
Und bist Du nicht willig, so brauchen wir Gewalt.
Im Namen des Volkes, nun schließt den Vergleich!
Dem Mandanten wird mulmig, er ist windelweich! -

Dem Kläger grauset's, er vergleicht sich geschwind,
Die Vergleichsgebühr stimmt den Anwalt recht lind,
Die Kammer drückt sich ums Urteil mit Mühe und Not;
In ihren Armen die Akte war tot.

Fundort: HP von Stephan Manske
Primärquelle lt. Stephan Manske unbekannt

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Der Ballabend

Wer sitzt dort im Ballsaal? O sage geschwind!
Es ist die Mutter mit ihrem Kind;
Sie zupft das Mädchen leis an dem Arm,
Sie fragt sie innig, sie fragt sie warm:

"Mein Kind, was wendest du bang dein Gesicht?"
"Siehst, Mutter, du den Leutnant denn nicht?
Den Leutnant dort drüben mit Geist und Genie?"
"Mein Kind, er ist ‘ne brillante Partie."

"Ach, gnädiges Fräulein, der erste Ton
erklingt zum Walzer dort gar wohl schon;
Ich fasse kühn die rosige Hand!
Auf Ehre!Superb, ein schneid‘ges Gewand!"

"O Mutter, o Mutter! Und hörest du nicht,
Wie keck der Leutnant jetzt zu mir spricht?"
"Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind,
Und nimm die Männer so wie sie sind."

"O holdeste Elfe – noch einen Tanz,
Sonst verzehr vor Sehnsucht ich mich noch ganz;
Laß uns schwingen zusammen im gaukelnden Reihn
Und wiegen und tanzen und schweben zu zwein."

"O Mutter, o Mutter, und siehst du nicht dort
Die spähenden Blicke an jedem Ort?"
"Mein Kind, mein Kind, ich seh es genau,
Die Mädchen da drüben ärgern sich grau."

"Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt,
Nicht länger bezähm ich des Herzens Gewalt."
"O Mutter, er küsst mich, jetzt fasst er mich an –
Weh mir, was hat der Unsel’ge
getan?"

Die Mutter lächelt, erhebt sich geschwind,
Sie hält in den Armen ihr zitterndes Kind,
Führt hin es zu ihm mit schmeichelndem Laut –
In ihren Armen das Mädchen war – Braut.

Fundort:
Frei nach Goethe: Parodien nach klassischen Dichtungen Goethes und Schillers,
Rütten & Loening Berlin 1965 S. 132f

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Bierdosen-Erlkönig

Wer fährt so spät durch Nacht und Wind?
Es ist die Bierdose in der Hand des Kinds.
Er hält die Dose jetzt im Arm,
er hält sie sicher er hält sie warm.

"Meine Dose, was dampfst du denn in meinem Arm?"
"ich bin so frisch und trotzdem so warm."
"Der Biergott, der ist Schuld?"
"Ganz ruhig, wir sind bald da, nur Geduld!"

"Du liebe Dose, was ist mit dir?"
"Einen kühlen Schluck, den gönn ich mir!"
Der Schaum läuft auf seine Hand,
die Dose hat 'nen goldnen Rand.

"Meine Dose, meine Dose und hörest du nicht,
was der Biergott dir leise verspricht?"
"Sei ruhig, sei ruhig, deine Stimme ist rau,
siehst aus, als wärest du gleich blau!"

"Jetzt trink schon, lass dich ruhig gehen,
meine Biertöchter sollen auf dich trinken, schön,
meine Töchter führen den nächtlichen Reihn,
und wiegen und tanzen und singen dich ein."

"Meine Dose, meine Dose, was soll ich bloß tun?
Es vielleicht auf einem Schluck beruhen,
doch dann kommt der Biergott, und kann es nicht fassen,
dass ich es nur auf einem Schluck belasse."

"Ich liebe dich, mein Bier, mich reizt dein Geruch,
von dir, da krieg ich nie genug."
"Mein Säufer, mein Säufer, fass mich nicht an,
du tust mir noch ein Leides an."

Dem Kinds grausets, es trinket geschwind,
er hält in der Hand sein Ersatzkind,
erreicht den Hof nur sehr schwer,
in seiner Hand, die Dose, leer.

http://www.fanfiktion.de/s/4077dac5000004c00ca01770

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Der "Biker"-Erlkönig                     [Biker 1]

Wer knattert so spät durch Nacht und Wind ?
Es ist der Vater mit seinem Kind,
Vater Joe mit dem Sohne Dick
Auf einer Honda - sechshundert Kubik.

"Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht ?"
"Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht ?
Den Erl mit seinem fiesen Gesicht ?"
"Mein Sohn, mein Sohn, ich seh' ihn noch nicht !"

"Mein Vater, mein Vater, er brettert heran
auf seiner Yamaha! Gib doch Gas, oh Mann,
Sonst kommt er bald näher, sonst holt er uns ein,
und nervt mich mit seinem Gelaber, das Schwein:

Du liebes Kind, komm, geh' mit mir
gar schöne Spiele spiel' ich mit dir ..."
"Sei ruhig, bleib ruhig mein Kind;
Das merkt doch ein Blinder, der Erlkönig spinnt !"

"Er sagt's aber dauernd"; "Nun bleib mir nur cool;
Ich weis es schon länger, der Erl, der ist schwul !"
"Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
noch andere Homos am düsteren Ort !"

"Mein Sohn, ich sehe nur Schatten dort drüben,
drum hab keinen Schiß vor den windigen Typen:
ich bin ja dabei, da traut er sich wenig
mit seinem Gesochse, der blöde Erlkönig !"

"Mein Vater, mein Vater, jetzt schiebt er sich vor !"
Es quietschen die Reifen, es röhrt der Motor
"Und jetzt, au weia, jetzt grapscht er mich an -
Ich glaub, er hat ganz was gemeines getan !"

Dem Vater graust's, er gibt schrecklich viel Gas:
"Halt dich fest mein Sohn, sonst passiert dir noch was !"
er erreicht mit Müh' seine Villa am Meer,
doch hinter ihm der Sitz -- ist leer.

Fundort: HP von Stephan Manske
Primärquelle lt. Stephan Manske unbekannt

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Der Erlkönig von Gasgeber                    [Biker 2]

Wer rattert so spät durch Nacht und Wind,
es ist der Vater mit seinem Kind.
Tochter Elfriede mit Vater Fritz
auf einer BMW 1000 mit Sozius-Sitz.

"Oh Kind, warum verbiegst du so bang dein Gesicht?"
"Siehst Vater du den Bahnübergang nicht?
Den neblichen unbewachten in weiter Ferne?"
"Sei still, mein Kind, ich hab 'ne Boschlaterne."

"Oh Vater, siehst du den Bullen nicht?
Mit Bleistift, Notizbuch und strengem Gesicht?"
"Sei ruhig, mein Kind, der geht uns nichts an,
ich hab 'ne falsche Nummer dran."

"Oh Vater, oh Vater nun beeile dich sehr,
da hinten glüht einer auf 'ner Honda daher."
"Sei still, mein Kind, das erklär ich dir später,
der hat bloss seine 500 Kubikzentimeter."

Die Hupe heult, der Motor kracht,
so rasen die beiden durch die finstere Nacht.
Sie erreichen mit Mühe und Not das Meer,
die Hose ist voll, der Sozius leer.

Quelle: http://www.zebra.fh-weingarten.de/~schubert/newsdrm/10399.html

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Daten-Erlkönig                                                  [EDV 1]

Wer routet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Router, er routet geschwind!
Bald routet er hier, bald routet er dort
Jedoch die Pakete, sie kommen nicht fort.

Sie sammeln und drängeln sich, warten recht lange
in einer zu niedrig priorisierten Schlange.
Die Schlangen sind voll, der Router im Stress,
da meldet sich vorlaut der Routingprozess

und ruft: "All Ihr Päckchen, Ihr sorgt Euch zu viel,
nicht der IP-Host, nein, der Weg ist das Ziel!
Es komme gar bald einem jeden zu Gute
eine sorgsam geplante und loopfreie Route.

Des Netzes verschlungene Topologie
entwirr´ ich mit Dijkstras Zeremonie.
Der Lohn, eine herrliche Routingtabelle,
dort steh´n sogar Routen zu Himmel und Hölle.

Vergiftet der Rückweg, das Blickfeld gespalten,
mit RIP wird die Welt nur zum Narren gehalten.
Doch OSPF durchsucht schnell und bequem
Mein ganz und gar autonomes System.

Für kunstvolle Routen, das vergesst bitte nie,
benötigt man Kenntnis der Topologie.
Zu Überraschungs- und Managementzwecken
durchsuch´ ich mit RMON die hintersten Ecken.

Kein Winkel des Netzes bleibt vor mir verborgen,
mit SNMP kann ich alles besorgen.
Wohlan nun, Ihr Päckchen, die Reise beginnt,
Mit jeder Station Eure Lebenszeit rinnt.

Doch halt, Ihr Päckchen, bevor ichs vergesse:
Besorgt euch mit NAT eine neue Adresse!"
"Mein Router, mein Router, was wird mir so bang!
Der Weg durch das WAN ist gefährlich und lang."

"Mein Päckchen, mein Päckchen, so fürchte Dich nicht,
denn über Dich wacht eine Sicherungsschicht."
"Mein Router, mein Router, was wird mir so flau!
Dort draussen am LAN-Port, da wartet die MAU!"

"Mein Päckchen, mein Päckchen Dir droht nicht der Tod,
denn über Dich wacht ja der Manchester-Code.
Doch halte dich fern von der flammenden Mauer.
Die sorgt selbst bei mir noch für ängstliche Schauer."

"Mein Router, mein Router, wie glänzt dort voll Tücke
der schmale und schlüpfrige Weg auf der Brücke."
"Oh weh! Das Netz ist mit Broadcasts geflutet.
Ach hätt´ ich doch niemals zur Brücke geroutet!

Mein Päckchen, den Kopf hoch, Du musst nicht verzagen,
an Dich wird sich niemals ein Bitfehler wagen."
Schnell wie der Wind geht die Reise nun weiter
durch helle und funkelnde Lichtwellenleiter.

"Mein Päckchen, mein Päckchen, willst Du mit mir gehen?
Die Wunder des Frame-Relay-Netzes ansehen?"
Mein Router, mein Router, ja hörst Du denn nicht,
was die WAN-Wolke lockend mir leise verspricht?"

"Glaub mir, mein Päckchen, im LAN, da entgeht
Dir sowieso Lebens- und Dienstqualität.
Reise nur weiter ganz ruhig und sacht
Quer durchs ATM-Netz mit FRF.8 ."

"Mein Router, mein Router, man hat mich verführt,
zerlegt, verschaltet und rekombiniert!"
"Mein Päckchen, das macht nichts, nun sparen wir viel,
ein VPN-Tunnel, der bringt Dich ans Ziel.

DiffSERV und TOS-Feld, merk´ Dir die Worte,
die öffnen zu jedem Router die Pforte."
Finster der Tunnel, die Bandbreite knapp,
wie schön war die Backplane im eigenen Hub.

Am Ende des Tunnels: Das Päckchen ist weg,
vernichtet vom Cyclic Redundancy Check.

http://cyberwelt.ch/humor.asp?id=35

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Erlkönig in der Informatik                [EDV 2]

Wohlan nun, ihr Päckchen, die Reise beginnt,
mit jeder Station Eure Lebenszeit rinnt.
Wohlan nun, Ihr Päckchen, bevor ich's vergesse:
"Besorgt euch mit NAT eine neue Adresse!"

"Mein Router, mein Router, was wird mir so bang!
Der Weg durch das WAN ist gefährlich und lang."
"Mein Päckchen, mein Päckchen, so fürchte Dich nicht,
denn über Dich wacht eine Sicherungsschicht."

"Mein Router, mein Router, was wird mir so flau!
Dort draußen am LAN-Port, da wartet die MAU!"
"Mein Päckchen, mein Päckchen. Dir droht nicht der Tod,
denn über Dich wacht ja der Manchester-Code.

Doch halte Dich fern von der flammenden Mauer,
die sorgt selbst bei mir noch für ängstliche Schauer."
"Mein Router, mein Router, wie glänzt dort voll Tücke
der schmale und schlüpfrige Weg auf der Brücke."

"Oh weh! Das Netz ist mit Broadcasts geflutet.
Ach hätt' ich doch niemals zur Brücke geroutet!
Mein Päckchen, den Kopf hoch, Du mußt nicht verzagen,
an Dich wird sich niemals ein Bitfehler wagen."

Schnell wie der Wind geht die Reise nun weiter,
durch helle und funkelnde Lichtwellenleiter.
"Mein Päckchen, mein Päckchen, willst Du mit mir gehen?
Die Wunder des Frame-Relay-Netzes ansehen?"

"Mein Router, mein Router, ja hörst Du denn nicht,
was die WAN-Wolke lockend mir leise verspricht?"
"Glaub mir, mein Päckchen, im LAN, da entgeht
Dir sowieso Lebens- und Dienstqualität.

Reise nur weiter ganz ruhig und sacht
Quer durchs ATM-Netz mit FRF.8."

"Mein Router, mein Router, man hat mich verführt,
zerlegt, verschaltet und rekombiniert!"
"Mein Päckchen, das macht nichts, nun sparen wir viel,
ein VPN-Tunnel, der bringt Dich ans Ziel.

DiffSERV und TOS-Feld, merk' Dir die Worte,
die öffnen zu jedem Router die Pforte."
Finster der Tunnel, die Bandbreite knapp,
wie schön war die Backplane im eigenen HUB.

Am Ende des Tunnels: Das Päckchen ist weg,
vernichtet von Cyclic Redundancy Check.

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Der Erlkönig                                                      [EDV 3]

Wer tastet sich nachts die Finger klamm ?
Es ist der Programmierer mit seinem Programm !
Er tastet und hastet. Er tastet schnell,
im Osten wird der Himmel schon hell.

Sein Haar ist ergraut, seine Hände zittern,
vom unablässigen Kernspeicherfüttern.
Da - aus dem Kernspeicher ertönt ein Geflüster
"Wer poltert in meinem Basisregister ?"

Nur ruhig, nur ruhig, ihr lieben Bits,
es ist doch nur ein kleiner Witz.
Mein Meister, mein Meister, sieh mal dort !
Da vorne schleicht sich ein Vorzeichen fort !

Bleib ruhig, bleib ruhig, mein liebes Kind,
ich hole es wieder. Ganz bestimmt.
Mein Meister, mein Meister, hörst du das Grollen ?
Die wilden Bits durch den Kernspeicher tollen !

Nur ruhig, nur ruhig, das haben wir gleich,
die sperren wir in den Pufferbereich.
Er tastet und hastet wie besessen,
Scheiße - jetzt hat er zu saven vergessen.

Am Kopf schwillt die Ader, das Keyboard erglüht,
ein Runtime-Error zerfetzt sein Gemüt.
Der Programmierer schreit in höchster Qual,
da zuckt durch das Fenster ein Sonnenstrahl.

Der Bildschirm flimmert im Morgenrot,
Programm gestorben, Programmierer tot !

Fundort: HP von Stephan Manske
Primärquelle lt. Stephan Manske unbekannt

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Der Erlkönig für Computerfreaks          [EDV 4]

Wer surft so spät durch Nacht und Netze?
Es ist der User in wilder Hetze!
Er hält sein Windows fest im Arm,
und auch dem Modem ist schon warm.

'Mein Windows, was birgst du so bang dein Gesicht?'
Siehst, User, du den Virus nicht?
Den Trojanerkönig mit Macro und Wurm? -
'Mein Windows - es ist nur ein Datensturm.'

'Betriebssystem, komm geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
Manch' bunte WebSites sind an dem Strand,
und auf den Servern gibt's viel Tand.'

Mein User, mein User, und hörest du nicht,
was der Virus mir leise verspricht? -
'Sei ruhig, belibe ruhig, mein Kind;
es piepst nur das Modem, das wieder mal spinnt.'

„Willst feines Windows, du mit mir gehn?
Mein Macro soll dich kitzeln schön,
meine Routinen werden die Bytes dir recht schüttel,
und löschen und dein Daten gut rütteln!'

Mein User, mein User, und siehst du nicht dort
Trojaners EXE am düsteren Ort? -
'Mein Windows, mein Windows, ich seh's genau;
es glimmt mein alter Schirm nur so grau.'

'Ich liebe dich, mich reizt deine DLL;
und willst du gleich booten, dann lösch ich dich schnell.'
Mein User, mein User, die Platte läuft an!
Trojaner hat mir ein Leid angetan!

Dem Surfer graust's, er klickt geschwind,
und in der Leitung das Bit gerinnt;
er kappt die Verbindung mit Müh' und mit Not,
jedoch zu spät - der Bildschirm bleibt tot.

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Der "Eisenbahner"- Erlkönig

Wer rollt so gemütlich mit Rückenwind,
den Schnellzug am Haken, die Frontscheibe blind,
es ist der D 0815, mit Diesel bespannt,
ist drei Stunden später, doch er fährt noch durchs Land.

Es ist fast ein Wunder, denn von den Motoren
hat einer beim Anfahren zwei Pleuel schon verloren.
Der andere hat Wasser und arbeitet hydraulisch,
doch im großen und ganzen, die Fahrt ist erbaulich.

Das Strömungsgetriebe, das poltert und kracht,
der Steuerölwächter hat sich auf und davon gemacht.
Den Ölstand kann man mit Müh noch erkennen,
und auch ein Magnetventil bekommt schon das Rennen.

Zwei Leistungsschutzschalter, die fielen schon raus.
auch der Kraftstoff ist bald aus.
Am hinteren Schaltschrank, da brennen die Lampen.
und selbst die Spannung fängt an zu schwanken.

Mein Beimann, was birgst du so bang im Gesicht ?
Siehst du, Meister die Rauchfahne nicht ?
Da ist bestimmt eine Leitung gerissen,
warum wir noch fahren, das möchte ich wissen !

Die Drehzahl sinkt, der Öldruck wird kleiner,
von den Scheibenwischern geht nur noch einer,
aus dem Lager pfeift es wie aus einem Vogelnest,
am hinteren Drehgestell ist die Bremse fest.

Sie erreichen das Endziel mit Müh und Not,
starten können sie nicht mehr, die Batterie ist tot,
und doch sind sie glücklich, es war ihr letzter Kampf,
ab morgen fahren sie beide, laut Dienstplan mit Dampf.

Fundort: HP von Stephan Manske. Primärquelle lt. Stephan Manske unbekannt

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„Der Erlkönig"                        [Englisch 1]

1. Who rides so late through the windy night?
The father holding his young son so tight.
The boy is cradled safe in his arm,
He holds him sure and he holds him warm.

2. Why is your face so frightened my son?
The King of elves, father, see him yon?
The Elfin King with his tail and crown?
It is the fog, my son, streaming down.

3. Yes, you my dear child, come go with me!
The games I play, you'll like them, come see.
The shore is coloured with flow'rs in bloom,
My mother's gold gowns, you will see soon.

4. Oh father, father, can you not hear
What the elfking promises? I fear!
Be calm, stay quiet my dearest son,
The wind blows the dry leaves of autumn.

5. My darling boy, won't you come with me?
I have daughters in whose care you'll be.
My daughters dance round the fairy ring.
Each night they'll cradle you, dance and sing.

6. Father, dear father, can you not see
The elf king's daughter staring at me?
My son, my son, I see it so well:
Gray meadows on which the moonlight fell.

7. I love you for your beauty of course,
If free you'll not come, I will use force.
Father, dear father, he's touching me.
Of elf king's hurt, father please, free me.

8. Dread grips the father, he spurs the roan,
In loving arms he feels the boy moan.
At last, the courtyard, with fear and dread,
He looks at the child; the boy is dead.

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Der Erlkönig                                                 [Englisch 2]

O who rides by night thro' the woodland so wild?
It is the fond father embracing his child;
And close the boy nestles within his loved arm,
To hold himself fast, and to keep himself warm.

"O father, see yonder! see yonder!" he says;
"My boy, upon what dost thou fearfully gaze?"
"O, 'tis the Erl-King with his crown and his shroud."
"No, my son, it is but a dark wreath of the cloud."

"O come and go with me, thou loveliest child;
By many a gay sport shall thy time be beguiled;
My mother keeps for theee many a fair toy,
And many a fine flower shall she pluck for my boy."

"O father, my father, and did you not hear
The Erl-King whisper so low in my ear?"
"Be still, my heart's darling--my child, be at ease;
It was but the wild blast as it sung thro' the trees."

"O wilt thou go with me, thou loveliest boy?
My daughter shall tend thee with care and with joy;
She shall bear three so lightlyt thro' wet and thro' wild,
And press thee, and kiss thee, and sing to my child."

"O father, my father, and saw you not plain
The Erl-King's pale daughter glide past thro' the rain?"
"Oh yes, my loved treasure, I knew it full soon;
It was the grey willow that danced to the moon."

"O come and go with me, no longer delay,
Or else, silly child, I will drag thee away."
"O father! O father! now, now, keep your hold,
The Erl-King has seized me--his grasp is so cold!"

Sore trembled the father; he spurr'd thro' the wild,
Clasping close to his bosom his shuddering child;
He reaches his dwelling in doubt and in dread,
But, clasp'd to his bosom, the infant was dead.

Übersetzung: Sir Walter Scott

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Lost son                                        [Englisch 3]

Walls of wind
Night has fallen
Father and son are together
With a horse

They proceed
Through this intense darkness
But suddenly
The boy trembles
With fear
It gets cold

Father oh father
Haven't you seen
The king of the elfs
There he is

Lost son
Do you want to play?
I bring you joy
Come with me

Father oh father
Did you hear
What he said
And what he will do?

Lost son
If you don't come with me
I will use the power
that I have

Father oh father
The king of the elfs
Is touching me
He hurts me

And the boy
Eyes closed
He doesn't move
He's already lost

Son
Lost son
If you don't come with me
I will use my power

Father oh father
The king of the elfs
Is touching me
He hurts me

And the boy
Eyes closed
He doesn't move
He's already lost

... he's already lost

NB: Übersetzung zur Erläuterung der italienischen Version!

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Der Erldecker (ShadowRun)

Wer bricht ins System ein? Ach du Schreck!
Es ist ein Cowboy mit seinem Deck!
Ein Ono-Sendai, schnell wie der Blitz,
mit gar übler Software, ganz ohne Witz

Oh Daemon, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst, Cowboy, du die AI dort nicht?
Die AI dort, mit Chrom und ICE?
Mein Gott Daemon, laber kein Scheiß...

Du dämlicher Decker, verschwinde von hier!
Dein kümmerliches Hirn das brate ich dir!
Manch Anti-Life hab ich in der Hinterhand,
dir aus dem Kopf zu brutzeln das bißchen Verstand!!!

Mein Daemon, mein Daemon, Alarmstufe Rot!
Hörst du, mit was die AI da mir droht?
Sei ruhig, bleib ruhig mein Decker,
Hör nicht auf der AI Gemecker!

Tust, doofer Cowboy, hier immer noch stehen?
Mein ICE soll dich braten gar schön!
Mein ICE das zieht gar mächtig rein,
Das schenkt dir gewaltig einen ein!

Mein Cowboy, mein Cowboy, siehst du nicht dort
Das schwarze ICE am düsteren Ort?
Mein Daemon, mein Daemon, ich seh es genau:
Dort sind auch die Daten, bereit für den Klau!

Ich schütz sie, dich reizt ihr Datengehalt:
gehst du nicht hurtig, dann kill ich dich halt!
Mein Daemon, mein Daemon, jetzt greift sie mich an!
Die AI hat mir ein Leid angetan!

Den Daemon grauset's, er ziehet den Stecker,
an seinem Deck hängt der zuckende Decker.
Den Ausschalter erreicht er mit Mühe und Not,
An seinem Deck der Cowboy war tot...

Anmerkung: Ein Daemon ist ein Kompilerprogramm bei CP2020....eine Art Programmsammlung mit Pseudointelligenz....

Fundort: Hompage von Stephan Manske
Primärquelle: C. \"Fürst Luzifer\" Kräuter

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Auch ein Erlkönig                              [erotisch]

Wer reitet so heiß
durch Nacht und Wind?

Das ist seine Frau,
sie will ein Kind.

„Mein Gatte, mein Gatte -
Jetzt ist es so weit!

Ich bin am Kommen.
Bist du auch bereit?"

Und er bemüht sich
in Freude und Not.

Doch siehe da,
sein Stamm bleibt tot.

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Der fliegende Erlkönig

Wer fliegt so vermessen bei Schauer und Dreck?
Wer hält seinen Kurs so verbissen und keck?
Es ist der Vater mit Kind und Frau,
den Flugschein hat er zwei Wochen genau.

Oh Vater, wie schaukelt das Flugzeug so wild,
wann kommt denn die Nordsee, wann sind wir auf Sylt?
Ach Sohn, verschone mit Fragen mich jetzt,
ich glaube, der Wind hat uns böse versetzt!

Oh Vater, oh Vater, ich seh gar nichts mehr,
nur schwarze Waschküche rund um uns her!
Mein Sohn, man findet nun mal die Sicht
im Cumulusnimbus meist besser nicht!

Dem Vater grauset, er fliegt geschwind,
die Mutter wimmert, es kotzt das Kind.
Der Kreiselkompass klebt fest auf Nord,
dafür wandert der andere unmerklich fort.

Man fliegt schon vier Stunden, der Treibstoff wird knapp
da blickt der Filius durch Zufall herab:
Sieh` Vater - die Erde, ein Wolkenloch dort!
Schnallt fest Eure Gurte, wir landen sofort!

Es kracht bei der Landung - das Flugzeug ist hin,
der Vater blickt starr zu dem Wegweiser hin:
Nur siebenmal einen Kilometer genau ...
per Landstrasse nach Oberammergau!

Fundort: HP von Stephan Manske
Primärquelle: http://www.fh-friedberg.de/users/schumi/spruch/erlk.htm

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Fußball-Erlkönig                       [Fußball 1]

Wer schießt den Ball durch Nacht und Wind,
es ist der Franzl, der läuft geschwind.
Schon ist der Lothar bei ihm so nah
und ruft: "Da ist das Tor, da, da!"

Der Franzl läuft die Richtung suchend,
doch da steht Olli heftig fluchend.
Die ganze Mannschaft schreit im Chor:
"Hey, Franzl. Das ist unser Tor!"

Mit Müh und Not den Ball gestoppt,
dreht er sich um und guckt geschockt.
Da schnappt sich Klinsi frech den Ball
und stürmt zum Tor und schießt ... vorbei.

Die Meute johlt, die Fans verzweifeln,
Franzl steht da, nix begreifend.
Da kam ein Pfiff, die pause - ach ja.
Alles stürmt die Kabine, nur Franzl steht da.

Er seufzte wohlig: "Oh mein Gott,
ich muss mal nötig auf den Pott."
Die zweite Halbzeit bricht herein
und Franzl zweifelt an seinem Sein.

Sie stürmten, kämpften immer vor
und Reinhold Beckmann steht im Tor.
Denn der Olli war verletzt,
von Heribert in die Kabine gehetzt.

Jetzt kommt der Mehmet, die Mädels jubeln,
Trappatoni lacht und könnt sich kugeln.
Denn der Trappi weiß, er ist der Kenner,
der Mehmet, der steht nur auf Männer.

Der Ziege steht einsam auf dem Feld
und träumt von Frauen und vielem Geld.
Er sieht den Ball und denkt bei sich,
den kriegt ein anderer und machte nichts.

Da hüpft der Franzl fröhlich pfeifend,
die Mittellinie entlang, den Schiri streifend.
Der zeigt ihm rot und Franzl brüllt los:
"Bist du blind, du oller Klos?"

Ganz geknickt, den Kopf gesenkt,
geht er zur Trainerbank und denkt:
"Ach wär der Seppl doch nur hier,
es stünd schon längst 0:4."

Der Schiri pfeift, das Spiel ist aus
und Super Mario geht heulend hinaus.

http://www.bendecho.de/fun-texte/162.html

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Der Erlkönig für Fußballer             [Fußball 2]

Wer humpelt so langsam da über den Platz,
es ist der Stürmer auf einer Hatz.
Er schießt den Ball wohl mit dem Fuß,
weil er ja auch was treffen muß.

„Mein Trainer, was birgst du so bang dein Gesicht?"
„Siehst, Stürmer, du den Schiedsrichter nicht?
Und Linienrichter, mit Flagg' und Pfeif?"
„Für die Karte, die rote, bist du reif!"

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Der Erlkönig als Geograph

Wer reitet so spät durch Nacht und Sturm
Es ist ein Vater mit seinem Wurm.
Er hält das Kind und wiegt es im Schlaf.
Er ist ein Doktor, er ist Geograph.

Er reitet durch Städte und übers Land.
Die Gegend ist ihm jedoch unbekannt.
Dort vorn ist ein Fluss, jetzt ist er erreicht,
doch da ist kein Steg, der Vater erbleicht.

Wie tief der Fluss ist, hat er vergessen.
Der Junge wimmert, "ich will was zu essen."
Du halt die Klappe, ich muß überlegen.
Ah, dort ist ein Wald, was für ein Segen.

Ich fürcht mich im Wald und friere auch sehr.
Mein Gott, was machst du das Leben mir schwer?!
Ich glaub, dort ist die Grenze, da müssen wir hin.
Aber Papa, das macht doch gar keinen Sinn.

Jetzt haben wir uns auch noch verlaufen im Wald
Oh, Vater, mir ist so entsetzlich kalt.
Wir haben doch den Plan von "Falk" mitgekricht.
Mensch, Karten lesen, das kann ich doch nicht.

Dann nimm doch den Kompass, der zeigt immer nach Nord.
Den hab ich verloren, der ist längst fort.
Dann lass uns umkehr'n, zurück in den Stall.
Das kannste vergessen, auf gar keinen Fall!!

Aber was wollen wir denn da in dem fremden Land
Da gibt`s doch nur Bäume und Wiesen und Sand.
Wir müssen die Transformation dort ergründen,
Wie andere den Weg in die Marktwirtschaft finden.

Warum müssen wir das, können die das nicht allein?!
Nun sei doch mal still, und schlaf wieder ein.
Jetzt sind wir bald da, ich sehe schon Leute.
Die komm auf uns zu, was für eine Meute!

Sie greifen uns an, umzingeln uns gar.
Ich glaub, es ist besser, wir machen uns rar.
Wir kehren um und reiten zurück.
Die Exkursion ist beendet, was für ein Glück!

Fundort: HP von Stephan Manske
Primärquelle: Eintrag von Jennifer Keil in meinem Gästebuch

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Figlio perduto                       [Italienisch]
                                 
Muri die vento

Notte è scesa
Padre e figlio sono insiem
Con un cavallo
Vanno avanti

In questa grande oscurità
Ma ad un tratto
Il bimbo trema
Dalla paura

Freddo si fa
Padre oh padre
Tu non hai visto
Re degli elfi

Eccolo la
Figlio perduto,
Vuoi far un gioco?
Gioia ti porto

Vieni con me
Padre oh padre
Hai già sentito
Cosa mi dice

E che vuol' far'?
Figlio perduto
Se tu non vieni
Io userò la forza che ho

Padre oh padre
Re degli elfi
Mi sta toccando
Male mi fa

E il bambino,
Con occhi chiusi
Lui non si muove
Perso è già

Figlio
Figlio perduto
Se tu non vieni
Io userò la mia forza

Padre oh padre
Re degli elfi
Mi sta toccando
Male mi fa

E il bambino,
Con occhi chiusi
Lui non si muove
Perso è già

... perso è già

- Sarah Brightman -

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Der König Erl

Wer reitet so spät durch Wind und Nacht?
Es ist der Vater. Es ist gleich acht.
Im Arm den Knaben er wohl hält,
er hält ihn warm, denn er ist erkält'.

Halb drei, Halb fünf. Es wird schon hell.
Noch immer reitet der Vater schnell.
Erreicht den Hof mit Müh und Not---
der Knabe lebt, das Pferd ist tot!

Heinz Erhardt
Quelle: http://wald.heim.at/sherwood/530026/gedichte/overview.htm

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Der Erlkönig in weiß                  [Krankenwagen]

Wer rast da so spät durch Nacht und Wind?
Ein Krankenwagen mit Vater und Kind,
mit Blaulicht und Sirene zum Krankenhaus hin,
Sanitäter vorne, Notärztin hinten drin.

Guter Mann, was bergen Sie so bang Ihr Gesicht?
Sehn, Frau Doktor, Sie diese Wunden nicht?
Wir kriegen Sie schon wieder hin, Sie und Ihr Kind,
vorausgesetzt, daß Sie privat versichert sind.

Ich krieg' nur Sozialhilfe, meine Tochter und ich sind allein,
keiner, der sich um uns kümmert, für uns int'ressiert sich kein Schwein!
Na, dann fällt uns für Sie eine and're Lösung ein,
eine Ärztin muß auch leben, Sie seh'n das sicher ein!

Mein Vater, mein Vater, siehst Du denn nicht,
diese gierigen Augen im verzerrten Gesicht?
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind,
das sieht nur so aus, weil wir so aufgeregt sind!

Es tut mir ja leid für Sie, guter Mann,
die in der Notaufnahme schau'n sie sich nicht so genau an,
die Leute, die nur gesetzlich versichert sind,
deshalb sterben Sie jetzt, Sie und Ihr Kind.

Mein Vater, mein Vater, und siehst Du nicht hier,
diese langen Zähne, die sie fletscht wie ein Tier?
Mein Kind, mein Kind, ich seh' es genau,
das sind alte Kronen, die sind schon ganz grau.

Guter Mann, Sie haben Pech, ich als Ärztin hab' es gut –
keiner schaut mehr nach Ihnen, und ich hab Ihr Blut.
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt sie mich an,
die Frau Doktor hat mir ein Leids getan.

Dem Vater grauset, doch nicht mehr sehr lang,
dann hat die Notärztin ihre Pflicht getan,
gibt nach vorne ein paar Beutel mit Blut so rot,
im Krankenhaus melden sie: Beide sind tot!

Fundort: HP von Stephan Manske
Primärquelle lt. Stephan Manske unbekannt

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Der Erlkönig                           [Kuhhandel]

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Er hält den Knaben fest auf seinem Schoss
und denkt: „Ich hoffe, den werd ich heut los."

„Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?"
„Siehst Vater, du den Erlkönig nicht?"
„Hallo Erlkönig! Willst du das Kind von mir?
Für zwei Mark fünfzig gehört es dir!"

„Dank, Vater, für die Offerte, doch
der Preis scheint mir ein wenig zu hoch."
„Erlkönigs Töchter, wollt ihr mein Kind?"
„Du weisst doch, wie schlecht wir bei Kasse sind!"

Der Vater erreicht den Hof voller Sorgen
und denkt: „Vielleicht verkauf ich ihn morgen."

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Der Erlkönig                                           [Kurzfassung 1] 

Vater und Kind
Reiten geschwind
Durch Nacht und Wind.

Kommt ein Mann,
Quatscht sie an,
ob der Kleine mitkommen kann.

Vater sagt "Nee!",
Kind sagt "Bäh",

Kommen nach Haus,
Kind tot, aus!

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Erlkönig                                      [Kurzfassung 2]

Vater und Kind
Reiten durch Nacht und Wind.

Töchter von Erlkönig
Necken das Kind ein wenig.

Kind schreit,
Vater reit't,

Kommen nach Haus in Not.
Vater lebendig, Kind tot!

Fundort: Frei nach Goethe: Parodien nach klassischen Dichtungen Goethes und Schillers Rütten & Loening Berlin 1965 S. 118

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Literaturballade

Wer wandert so spät durch Nacht und Wind ?
Ein Dichter mit seinem Musenkind.
Im Arme hält er das Manuscript,
Sorgfältig hat er es abgetippt.

Mein Werk, du zitters, sprich, was dir gebricht ?
Siehst, Vater, du den Heimeran nicht ?
Den Heimeran, der in München verlegt ?
Mein Kind, sei darob nicht aufgeregt.

"Du liebes Buch, komm geh mit mir,
Viel tausend Bände mach ich aus dir.
Mein Buchbinder gibt dir ein schönes Gewand,
Fritz Fliege schmückt dich mit Künstlerhand."

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Heimeran dir leise verspricht?
Sei ruhig mein Kind, o glaube nicht das,
Der Heimeran schreibt sich selber was.

"Willst kleines Büchlein, du mit mir gehen,
Meine Drucker sollen dich setzen schön,
Meine Händler kommen in mächtigen Reihn,
Sie sehen und prüfen und kaufen dich ein."

Mein Vater, mein Vater siehst du mich nicht schon,
Beim Händler, fest und in Commission ?
Mein Kind, mein Kind, ich weiß es genau,
Die Händler, sie machen grundsätzlich flau.

"Ich liebe dich. Mich reizt dein innrer Gehalt
und bist du nicht billig, wird besser bezahlt."
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an,
Paß auf – er verlegt mich, der Heimeran.

Dem Vater grauset’s, er flüchtet geschwind,
er hält in den Armen sein Musenkind.
Er wußte genau, warum er das tat:
In seinem Arme das Werk war – Plagiat.

- Walter Deneke –

Fundort: Heimeran, Ernst (Hg), Hinaus in die Ferne mit Butterbrot und Speck
                               o.O. 1944 2. Aufl. (Feldpostausgabe) S. 33 + 35

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Nebel-Erlkönig

Wer knattert so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Friedrich und die Gislind.
Sie sitzt bei ihm auf dem Soziussitz
Und lehnt sich an den Rücken von Fritz.

„Gislind, was birgst du so bang dein Gesicht"?
„Siehst, Friedrich, du den Mercedes nicht?
Den großen Mercedes mit Stern und Schweif"?
„Gislind, es ist ein Nebelstreif!"

„Willst, schönes Mädchen, du bei mir sein,
So laß doch den Motorradfahrer allein.
Hier kannst du auf schwellenden Polstern sitzen,
Dort wird der Dreck dir die Strümpfe bespritzen."

„Mein Friedrich, mein Friedrich, ach hörst du nicht,
Was mir der Mercedesfahrer verspricht"?
„Sei ruhig, bleibe ruhig, Gislind,
Es saust dir im Ohr nur vom Fahren der Wind."

„Du schönes Mädchen, komm, mit mir fahr!
Ich mache aus dir einen Kinostar.
Ich bin Regisseur und sag's unverblümt,
Die Hauptrolle kriegst du und wirst ganz berühmt."

„Mein Friedrich, mein Friedrich, ach siehe doch nur
Dort in dem Mercedes die Filmapp'ratur!"
„Gislind, Gislind, ich blicke schon tief,
Da liegt nur ein altes Fotostativ!"

„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt,
und bist du nicht willig, paß auf, wie's gleich knallt!"
„Mein Friedrich, mein Friedrich, gleich fährt er uns an!
Auch fahr nicht so schnell! Auch bremse doch, Mann!"

Doch friedrich, der bremst nicht, er sauset geschwind,
Eng klammert sich bebend an ihn die Gislind.
Ein Krach und ein Schrei, und der Nebel verglast,
Die Fahrzeuge, ach, sind zusammengerast!

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Der Erlkönig als Oma:

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist die Oma mit ihrem Enkelkind.
Sie hält den Knaben mit sicherer Hand;
Die Eltern des Bübchen sind mit dem Trabant

zur Party gefahren bei Dachdecker Krause
und ließen das Kind mit der Oma zu Hause.
Nun reitet die Oma, sie reitet nicht gut,
denn der Knabe schlägt um sich, zur Erde tropft Blut.

Und endlich erreicht sie das Kreiskrankenhaus.
Die Nachtschwester klopft den Bereitschaftsarzt raus.
Der zögert nicht lange, nimmt Sepso und Tupfer.
"Schon gut", sagt der Doktor, "wozu das Geschrei?"

Dann ruft er die Eltern des Kindes herbei.
Der Arzt sagt: "Ihr Sohn hat die Oma gebissen."
"Gottlob", rufen beide und weinen gerührt,
"wir hatten schon Angst es sei was passiert."

Sie nahmen das Kind mit zur Party bei Krause;
Die Oma ritt im Frühdunst nach Hause,
erreichte die Wohnung, ergriff einen Strick,
bestieg einen Stuhl mit großem Geschick,

warf den Strick übern Haken und hängte
–Schnauf, Schnauf–
Die Wäsche von Tochter und Enkelchen auf.

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Pfauenkönig

Wer reitet so früh durch Kälte und Tau?
Es ist der Vater, der jagt einen Pfau;
Er hat das Pferd hart im Griff,
Da hört man vor Anstrengung des Pfaues Pfiff.

Der hinterherlaufende Sohn ruft:
„Warte doch!"
„Aber wieso denn,
das Pferd schafft es sicher noch";

„Dann lass zu dir mich doch sitzen;
Ich kann dir inzwischen die Pfeile spitzen!"
Der Junge sitzt auf und fängt an zu spitzen,
Vor lauter Anstrengung musste er gar schwitzen,

Der Pfau, der rast weiter, so schnell er nur kann,
Damit er ihm entkommt, dem bösen Mann!
„Mein Sohn, du musst dich beeilen, sonst ist der Pfau weg;
Und mit ihm der schmackhafte Morgenspeck!"

„Ich bin ja bald fertig, doch sie nur dort;
Jetzt läuft der Pfau in die andere Richtung fort!"
Der Vater schießt und trifft ihn, den Pfau,
Der fällt zu Boden in den Morgentau.

Der Vater nimmt auf das tote Tier;
und rupft ihm die Federn aus, jetzt und hier!
Samt Pferd und Pfau reitet er nach Hause;
denn die Ehefrau versprach ihm eine deftige Jause.

Sich freuend auf den Leckerbissen,
Reitet er weiter mit reinem Gewissen.
Schließlich kommen sie beide, zu Hause an,
und freuen sich gleich dann,

dass trotz Mühe und Not,
nur der Pfau, der arme, war tot!

- Wolf Kathrin - 
http://www.hs-fliess.tsn.at/projekte/erlk/seite_9.htm

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Plattdeutscher Erlkönig

Wel föhrt so laat dör Honsels Bus?
Et is den Vader, he moet nao Hus.
Dat Rad dat krakt, so schwor et löpp,
den Jung sitt vörne drupp un schlöpp.

Up enmo wacht den Mickrigen up.
He keek und sägg en Türken drupp:
„Goddomme, Vader, kick es dor,
nen viesen Kerl, et is wahrhaftig wohr."

Denn Vader lurt nao vörne und segg:
„Dor ligg bloss ne Bomwuorttel uöwer den Wegg.
Holl di men guett faste an min Rad,
süs lichste gliks noch up et gatt".

Und so trampelt he wieder, den Blage dat bliärt,
Den Vader dag, hak doch blos dat Rad guett schmeert.
De Modde is pappig es Oli en Teer,
de Kette rasselt as'n Maschinengewehr.

Dor stött den Junge den Vader vörn Buck
und segg: „Kick es gau dor achter den Struck.
O vader. ick heb son Angst vör den Mann,
Glicks häw he us an'e Grepe dran.

Gau, Vader, glicks wött den Kerl noch frech,
wi föhrt hier lind dor den Binnenweg".
„Du dummen Blage, du häs ne Splien,
ik kann kienen Kerl ment ne Grepe sehn".

„O Vader, wu wiet is et noch bes op de Schossee,
mi döt vant sitten de Kunt al weh?"
„Noch twintig Menüten, dann bünt wi dor,
verdreit, wat löpp min Rad doch schwoer."

„O Vader, dor is den Kerl al wer,
wi kriet forts noch ne Balg vull Schmeer".
Dor piept et van achten, dat Rad is platt,
den Vader heww sik verstuckt sin Gatt.

Den Junge ligg inne Modde und blärt,
un is van unnen bes buommen beschmeert.
„O Vader, denn Kaerl häww mi noch geraakt,
und detoe hek mi de bux vull maakt.

Hell schient de mond öwwer Honsels Bus,
Den Vader un den Jung dewillt nao Hus:
He hört noch wu bowwen en Vöggelken süng,
un up sinen Arm den Jung de stünk.

Bocholder Platt; aus meinem Uraltbestand

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Erlkönig 2002                                        [Rinderwahn]

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Das ist der Wahnsinn mit seinem Rind.
Er hält das Tier recht fest und stark,
er will ins Hirn und Rückenmark.

Du liebes Rind, komm spiel mit mir,
gar schöne erregung verschaff ich dir!
Erreger, wie du sie nie gekannt
frisch importiert aus Engeland.

„Doch sag, was birgst du so bang dein Gesicht?"
„Kennst, Wahnsinn, du den Funke nicht?
Der redet schon seit eh und jeh,
in Deutschland gibts kein BSE."

„Du dumme Kuh, und hörtest du nicht,
wie Andrea Fischer sich laufend verspricht?
Erst hat sie auf deutsch Würste geschworen,
jetzt redet sie nur noch von Seperatoren".

„Ach, bleib ganz ruhig", sprach da das Rind,
„Im Blätterwalde, da säuselt der Wind.
Was scheren mich BSE und EU?
Ich bin und bleibe 'ne glückliche Kuh."

„Und so verarscht ihr alle Leute?
Ihr seid ja des Wahnsinns fette Beute!
Doch warte, auch dich errege ich bald,
und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!"

„Jetzt reicht's! Verlasse sofort meinen Stall!
Sonst schmeiß ich dich in den Schlachtabfall.
Dann nimmt das Schicksal seinen Lauf:
Du wirst Tiermehl, ich fress' dich auf!"

Dem Wahnsinn grauste, er flüchtet geschwind
zurück nach England. Das glückliche Rind
erreicht des Bauenhafes Gestade
und ward tags drauf schon zu Roulade.

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Schwäbischer Erlkönig  

Wer radelt so spat durch Nocht und Wind?
Es isch dr Vot’r mit seinem Kind;
Und vor lauter Kältna und Wind,
hoha beada an roata Grind.

Mein Bua, bisch numma gonz fit? -
Gea Vot’r, sisch du deis Mammut do nit?
Deis Mammut mit Stoaßzend und Hoor? –
Mein Bua deis isch decht olles it wor. –

Ach du Letz’r kimm mit miar!
Schiana Spiele spiel i mit diar;
viel bunta Stianar sei am Strond,
kimm und gib mir iatz dei Hond.

Mein Papa, mein Papa, sisch du nit,
wia ausschaut deis Vieh, igitt, igitt? –
Sei still, sei still mei Kind;
die dürra Blattla sausla im Wind. –

Willsch du netts Fratzla mit miar gia?
Meina Buaba sella di worta schia;
Meina Buaba fiahra da nächtlicha Rhein,
und trinka mit diar a Schlickla Wein.

Mein Papa, mein Papa, hearsch nit deis beba?
Vom Mammut di Söhne, i hon Ongscht um mei Leba –
Mein Bua, mein Bua, i hear deis guat:
deis isch an Boum der schwonka tuat. –

I lieb di, mi reizt dei schiana Frisur;
Und bisch du nit willig, so moch i a Kur.
Mei Papa, mei Papa, iats greift er mi on!
Der hot jo a gria- roates Kleidla on! –

M’ Vot’r graust’s, er radlat gschwind,
Er holtat im Orm sei stua kronkes Kind,
Endlich dahuam, sie sei nervlich gonz hi,
Zrugglossa hoba sie deis bease Vieh.

- Daniel Dangl -
http://www.hs-fliess.tsn.at/projekte/erlk/seite_9.htm

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Dr Erlgeenich                         [sächsisch]

Ä Babba, der reided mit Kustav sei Sohn
Seid anderthalb Schtunden durchs Rosendahl schon.
Dr Doktor, där hadd`n Bewächung empfohln,
die will sich dr Alde nu jede Nacht hol`n.

Sei Gleener wird ängstlich und meent: "Gugge da!
Dr Erlgeenich schbugd dorte, schon isser ganz nah!"
"Äscha dummes Gind" brillt dr Babba zurick,
"Erlgeeniche gibt`s nich, mir sin Rebublik!"

"Isch säh`n aber doch! Dort feixt d`r im Busche.
`S Mondlicht fällt`m dirkt uff de Gusche!"
"Isch wees gar nich, Kustav, waste heit wiedr
hast, `s weider nischt wie ä schimmlichr Ast!"

"Nee, nee, gannste mir gloom, s`is ä Gärl und dahinder,
da schwärm seine Dächter, verbibbch, sin das Ginder!
Die Eene winkt mit`m Schnupptuch un lacht,
nee Babba, dass is eene gomsche Nacht!"

Där Alde wärd ärcherlich un reided wie dumm
und meent zu sein Sohn:"Gugge dich ja nich mehr um!
Du steckst een ja färmlich an mit dei Bleedsinn.
Wie kann nur ä neinjärsches Gind so verdreht sin!"

Un doller noch reided där Babba drufflos,
wild fliechen de Fetzen von Ärde un Moos.
Nu endlich, da landen se, `s is schon hälle,
Der Alde greifd hinder sich, leer is de Schdelle.

Da ruft`r un gratz sich darbei hindern Ohrn:
"So isses rischtisch, jetz hab isch mei Kustav glicklich
verlorn."

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Der Earl King                   [Sprach-verenglischigung]

Wer reitet late night
durch Wind und Schauer?
Es ist Ol´Dad
mit mega viel power!

Er hält sein kid safe im Arm,
„Bleib fit, oh boy, dort ist die Farm!"
„Mein Vater, mein Vater, Erlkönig faßt mich an!"
„Oh boy, Du bist ein big bag of fun!"

Der kleine Guy wird pink und red
„My God, das kid ist dead!"
Ol´Dad er reitet ohne Stop
Zum citynahen Särgeshop.

Auf seinem Weg hört er
Erlkönig weh im Winde:
„Sprache, mein Freund,
war Mutter Dir im Kinde.

Du erschlugst, was Du glaubtest morsch und alt,
Ermordet hast´, was Sinn Dir gab und Halt!"

- Von Alfred Becker -
Quelle: Website des Verein für Sprachpflege e.V.

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"Stinkiger" Erlkönig                   [stinkig 1]

Wer stinkt so spät durch Nacht und Wind?
Es ist die Windel vom Findelkind!
Du hältst es fest, du hältst es warm,
doch es stinkt, auf dass es Gott erbarm.

Von Kopf bis Fuss mit Kot beschmiert,
mit Pampers wär' das nicht passiert.

Fundort: HP von Stephan Manske
Primärquelle lt. Stephan Manske unbekannt

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"Stinkiger" Erlkönig                   [stinkig 2]

Wohin mag der Held des folgenden Werkes eilen?

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
es ist der Vater, er muß geschwind.
Er hält die Rolle sicher im Arm,9
doch in seiner Hose, da wird ihm schon warm ...

Fundort: HP von Stephan Manske
Primärquelle: eine unbekannte Tomus-Lektorin

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Der Tazelwurm

Wer autet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Graf-Photo nebst Assistint.
Die Kamera im Arm und den Regenschirm.
Sie sind auf der Jagd nach dem Tatzelwürm.

„Mein Junge, was machst du für'n dumes Gesicht?"
„Sehr ihr, Graf-Photo, den Tazelwurm nicht?
Den Tazelwurm, jenes gräßliche Tier?"
„Mein Sohn, du bist benebelt von Kümmel und Bier."

„Du holder Knabe, komm, knipse mich,
und sämtliche Zeitungen drucken dich.
Du wirst durch mein Photo berühmt und bekannt,
zu Wasser, im Abend- und Morgenland."

„Graf-Photo, Graf-Photo und hört ihr es nicht,
Was mir der Tazelwurm alles verspricht?
Seht ihr, wie er dort im Wurzelwerk grinst?"
„Halt den Schnabel, mein Junge, du spinnst."

„Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Sämtliche Redaktionen dir offen stehn.
Du wirst über nacht ein prominenter Kerl,
eine große Kanone bei Ullstein und Scherl."

„Graf-Photo, Graf-Photo und seht ihr nicht dort
das Tazelwurms Junge am finsteren Ort?"
„Sei stille, mein Junge, beruhige dich,
Du hast einen mächtigen Tazelwurmstich."

„Mein Knabe, ich versprech dir das höchste Gehalt,
und knipst du nicht willig - dann brauch ich Gewalt."
„Graf-Photo, Graf-Photo, er hat mich gepackt.
Er bindet mich meuchlings mit einem Kontrakt."

Es graust dem Graf-Photo. Er steuert geschwind
mit Vollgas. Das Auto zu schleudern beginnt.
Er erreicht die Iluustrierte mit Mühe und Not.
Wenn der Tazel noch lebt - dann würmt er sich tot.

Aus meinem Urbestand

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Der Torschützenkönig                  [Torschütze 1]

Wer humpelt so langsam da über den Platz,
es ist der Stürmer auf einer Hatz.
Er schießt den Ball wohl mit den Fuß,
weil er ja auch was treffen muß.

"Mein Trainer, was birgst du so bang dein Gesicht?"
"Siehst, Stürmer du, den Schiedsrichter nicht?
Und Linienrichter, mit Flagg' und Pfeif'?"
Für die Karte, die rote, bist Du reif!"

Fundort: HP von Stephan Manske
Primärquelle lt. Stephan Manske unbekannt

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Der Torschützenkönig                 [Torschütze 2]

Wer hechtet so schnell nach dem Ball, der springt?
Es ist der Torwart mit seinem Instinkt.
Er wirft sich auf ihn ohne Erbarm
und faßt ihn sicher, hält ihn im Arm.

Heh Abwehr, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst Torwart du den Stürmer nicht?
Den Torschützenkönig, die Haare wie'n Schweif,
mit Goldkettchen, an der Hand goldnen Reif.

»Du lieber Ball, komm geh mit mir!
Gar viele Tricks mach ich dann mit dir;
Wie früher an Brasiliens Strand
manch Mädchen bewundernd, staunend da stand.«

Heh Torwart, heh Torwart, und siehest Du nicht,
wie Torschützenkönig die Reihen durchbricht.
Sei ruhig, ganz ruhig, er schießt zwar geschwind,
doch noch ist er weit und hat Gegenwind.

»Willst, feiner Ball, du mit mir gehn
zum Tanz durch die Abwehr, flink und schön.
Und komm ich geschwinde nicht durch die Reihn,
dann hakt sich mein Fuß bei dem Gegner ein.«

Oh Torwart, oh Torwart, und siehst du nicht dort,
den Freistoß gegeben, gefährlicher Ort.
Heh Schiri, heh Schiri, ich sah es genau,
den Ball er gespielt, du Arschloch, du Sau.

»Treff ich dich, meinen Rekord ich behalt;
Und reicht nicht die Technik, dann eben Gewalt.«
Oh Torwart, oh Torwart, jetzt läuft er an,
die Lück in der Mauer sich aufgetan.

Den Torwart grauset's, er wirft sich geschwind
dem Ball entgegen, der jäh Höhe gewinnt.
Er schnellt mit Mühe noch einmal empor -
und hält in den Armen den Ball erst im Tor.

Entstehungsdatum Mai 1999
Fundort: www.guntherkrauss.de/texte/parodien/erlkoenig.html

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Der Erlkönig                           [unplugged] 

Wer reitet durch Rohan bei Nacht und Wind?
Gandalf ist's, der mal wieder die Abkürzung nimmt.
Er hat Pippin, in Decken gewickelt, im Arm.
Der kriegt da kaum Luft, und ihm ist reichlich warm.

-He, Pippin, du bist ja ganz rot im Gesicht!
-Ach, Gandalf, ich vertrag' diesen Turbo-Trab nicht.
Ich brauch jetzt mein Pfeifchen, muss trinken ... und essen!
-Aber nicht bis Edoras – das kannst du vergessen!

Ich mach diesen Job, um mein Image zu pflegen,
drum werd ich überhaupt keine Pause einlegen!
So was kann, grübelt Pippin, auch nur mir passieren –
jetzt gilt's, meine Taktik zu adaptieren ...:

-Mir wird schwarz vor Augen, aaargh! Ich könnte schwören
den fliegenden Nazgûl flattern zu hören!
-Aua! Närrischer Tuk! Wirst du wohl nicht so zappeln!
Das ist bloß der Wind in verdorrenden Pappeln!

-Oh Gandalf, oh Gandalf, sag hörst du denn nicht
was der Hexenkönig mir leise verspricht?
"Willst, schmackhafter Hobbit, du mit mir gehn?
Mordor by night ist unheimlich schön ..."

-Und Gandalf, oh Gandalf, guck wie der Wald glimmt!
Da drin lauert der Balrog, ich weiß es bestimmt!
-Ha! Glaub mir, den habe ich so arg vermöbelt
dass er keinen von uns jemals wieder anpöbelt!

"Gehn wir zu dir, oder zu mir?
Ich zeig dir meinen Palantir ..."
-D-d-das Lidlose Auge! Jetzt blinzelt's mich an!
Wie ist es bloß möglich, dass es auch so was kann?!

Dem Gandalf grauset's, besorgt macht er Halt,
errichtet ein Lager mitten im Wald,
schleppt Pippin ans Feuer mit Mühe und Not ...
-Duuu, Gandalf? Gibt's jetzt bald Abendbrot?

http://www.tolkien-kreativ.de/tolkien/uta2.html

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Der Erlkönig                              [Verkauf-Erlkönig]

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater
mit seinem Kind.
Er hält den Knaben
fest auf dem Schoss
und denkt:"Ich hoffe, den werd' ich heut los."

"Mein Sohn,was birgst Du so bang Dein Gesicht?"
"Siehst,Vater, Du
den Erlkönig nicht?"
"Hallo,Erlkönig!
Willst Du das Kind von mir?
Für Zwei Mark Fünfzig gehört es Dir!"

"Dank,Vater,für die Offerte, doch
der Preis erscheint mir
ein wenig zu hoch."
"Erlkönigs Töchter,
wollt ihr mein Kind?"
"Du weisst doch, wie schlecht wir bei Kasse sind!"

Der Vater erreicht den Hof voller Sorgen
und denkt:"Vielleicht verkauf' ich ihn morgen."

Fundort: HP von Stephan Manske
Primärquelle:
http://wald.heim.at/sherwood/530026/gedichte/overview.htm

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„Erlkönig"                                                      [Verkehr]

Wer knattert so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Der Sohn sitzt im Beiwagen sicher und warm.
Der Vater fährt Zickzack, dass Gotterbarmen!

"Mein Sohn, was birgst du so bang dein’ Geist?
"Siehst, Vater, du das Verkehrsschild dort nicht?
"Das Schildchen. das kleine, was soll das Geschrei
Schon saust er um Haaresbreite vorbei.

"Mein Sohn. schon wieder birgst du dein Gesicht?"
"Siehst, Vater, du den Schutzmann dort nicht?"
"Mit Bleistift. Notizbuch und strengen Geschau.
„Mein Sohn, mein Sohn, ich seh ihn genau.

Doch bleib nur ganz ruhig, mach dir keine Sorgen!
Ich kenn seinen Chef. das regeln wir morgen!"
"Mein Vater. Mein Vater, und siehst nicht dort?
Die Gans auf der Straße, oh scheuche sie fort"

"Das Mistvieh, das seh ich, ich bin doch nicht dumm
Das gibt einen Braten, ich fahr sie gleich um!
Ich lieb dich, mich reizt deine fette Gestalt.
Und weichst du nicht willig, so braucht ich Gewalt."

"Mein Vater, mein Vater, jetzt tut‘s einen Knall."
Der Scheinwerfer splittert, ein Schrei und ein Fall
Die Straße, sie färbt sich vom Blute so rot.
Das Söhnchen, es lebt, doch die Gans, die ist tot

Dem Vater, dem graust‘s nach dem schrecklichen Rutsch!
Zwar hat er die Gans, doch die BMW ist futsch

http://www.pwsz.konin.edu.pl/ins-neo/zeitung/gedicht.htm

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Der Erlkönig                       [Vierziger Jahre]

Wer knattert so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Der Vater mit seinem Sohne Fritz
Auf BMW mit Soziussitz.

"Mein Vater, mein Vater, mir wird so bang,
Siehst Vater du nicht den Bahnübergang,
Der unüberwacht in nebliger Ferne?"
"Mein Sohn, wir haben 'ne Boschlaterne!"

"Mein Vater, siehst du dort jene Gestalt?"
"Sicherlich, sie rennt durch den Wald!"
Sie fahren mit hundert an ihr vorbei.
"Oh Vater, mein Vater, hörst du diesen Schrei?"

"Sei ruhig, mein Sohn, wir überfuhren sie,
Ich kanns nicht erklären, ich weiss nicht wie!"
"Mein Vater, siehst du den Schupo dort nicht
Mit Bleistift, Papier und strengem Gesicht?"

Mein Kind, mein Kind, das geht uns nichts an,
Wir haben 'ne falsche Nummer dran.
Und übrigens fahren wir viel zu schnell,
Jetzt ist es dunkel und nicht mehr hell."

"Mein Vater, mein Vater, jetzt fahr aber zu,
Dort hinten kommt einer auf NSU"
"Wir lassen uns von diesem nicht schlagen!!"
Will Fritz in der nächsten Kurve sagen.

Doch zu schnell gehts, er schnappt nach Luft,
Weil der Vergaser so fürchterlich pufft.
"Mein Sohn, mein Sohn, das erklär' ich dir später,
Der hat doch nur zwei Kubikzentimeter!"

Es dröhnet und kracht,
Das Unheil rast durch die Nacht.
Die Telephonstangen werden zu Wänden.
Der Vater zittert und friert an den Händen.

Sie fahren wie Schurken die Straße dahin,
Es schwindet ihnen Verstand und Sinn.
Dem Vater grauset's, er gibt mehr Gas:
"Halt' dich, mein Sohn, sonst passiert noch was!"

Er erreicht als erster das Haus am Meer...
Der Sozius hinter ihm....... war leer.

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Zur Wiedervereinigung

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind
Es ist die SED mit ihrem Kind
Sie hat das murrende Volk in ihren Klauen
sie fasst sie hart, die Arbeiter und Bauern

"Mein Volk, was lächelt so glücklich dein Gesicht?"
"Siehst, SED, du den grossen K nicht,
den grossen K mit Kron und Schweif?"
"Mein Volk, es ist ein Nebelstreif."

"Mein liebes Volk, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
manch bunte Blumen sind am Strand,
Ich mache aus der DDR ein blühendes Land."

"Meine SED, meine SED, und hörest du nicht,
Was K mir alles verspricht?"
"Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
in den Blättern säuselt der Wind."

"Willst, feines Volk, du mit mir gehn?
Meine Partei soll dich warten schön;
meine Versprechen führen den nächtlichen Reihn
und wiegen und tanzen und lullen dich ein."

"Meine SED, meine SED, und siehst du nicht dort
Ks Begrüssungsgeld an hellem Ort?"
"Mein Volk, mein Volk, ich seh es genau,
es scheinen die alten Chemiekombinate so grau."

"Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
und wählst du mich, so kriegst du ab sofort in West-Mark dein Gehalt."
"Meine SED, meine SED, jetzt fasst er mich an!
K hat 100 Mark Begrüssungsgeld in mein Portemonnaie getan!"

Der SED grausets, sie wendet ihren Hals geschwind,
doch aus ihren Armen entflieht das Kind,
gibt sich einen neuen Namen ganz kess
ab heut nennt sich die Partei der Mauerschützen PDS.

http://ingeb.org/Lieder/werreite.html

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„Der Erlkönig" by Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Art songs, Lieder, choral pieces, and other vocal works set to this text
[
listed by composer (not necessarily exhaustive)]

# Gottlob Bachmann (1763-1840), "Erlkönig", op. 43, published 1798/99?

# Carl Blum (1786-1844), "Erlkönig"

# Anselm Hüttenbrenner (1794-1868), "Erlkönig", 1829.

# Bernhard (Joseph) Klein (1793-1832), "Der Erlkönig", published 1815?

# Johann Karl Gottfried Loewe (1796-1869), "Erlkönig", op. 1 no. 3 (1818).

# Friedrich Methfessel (1771-1807), "Erlkönig"

# Johann Friedrich Reichardt (1752-1814), "Erlkönig", published 1794.

# Andreas Jakob Romberg (1767-1821), "Erlkönig", published 1793.

# Louis Schlottmann (1826-1905), "Erlkönig", op. 44 no. 8, published 1878?

# Julius Schneider (1805-1885), "Erlkönig", 1828.

# Corona Elisabeth Wilhelmine Schröter (1751-1802), "Der Erlkönig", 1782.

# Franz Peter Schubert (1797-1828), "Erlkönig", op. 1, D. 328 (1815), published 1821.

# Ludwig Spohr (1784-1859), "Erlkönig", op. 154 no. 4 (1856), from Sechs Lieder für Bariton mit Begleitung von Violine und Klavier, no. 4.

# Václav Jan Krtitel Tomášek (1774-1850), "Erlkönig", op. 59 no. 1 (1815?)

# Karl Friedrich Zelter (1758-1832), "Der Erlkönig", 1797.

Also set in English [text unavailable] by John Wall Callcott (1766-1821) , "The Erl King" [thre-part glee]

http://www.recmusic.org/lieder/get_text.html?TextId=6381

 



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